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Frag Roy

Sie haben Fragen zum Unternehmen, den Produkten oder anderen angebotenen Leistungen? Hier haben Sie den direkten Draht zum Triathlonexperten Roy Hinnen. Innerhalb von 24 Stunden werden Ihre Anfragen beantwortet und im Rahmen dieser Seite veröffentlicht. Nutzen Sie den kompetenten Roy Hinnen Service und erleben Sie die Faszination des Triathlonsports.

Aktuelle Fragen auf bike your way:

Herr Hinnen, warum verbauen Sie, im Zeitalter des Carbons, ausschließlich Aluminium bei der Rahmenherstellung? Ist dies überhaupt noch zeitgemäß?
Ja das ist es, denn unabhängig von Trends und Marketingaussagen bietet der Werkstoff Aluminium ein wesentlich besseres Preis-/Leistungsverhältnis. Zudem verfügen meine Rahmen, bestehend aus Oversized-Rohren und Harteloxierung, bei einem Gewicht von 1200 Gramm, über ein stabiles, nicht zu hartes und gleichzeitig gütiges Fahrverhalten. Durch die hohe Werkstoffgüte kann ich zudem 10 Jahre Garantie auf Rahmenbruch geben.

Ihre Rahmen haben ein schlichtes Design und unifarbene Eloxierung. Warum beschriften Sie die Rahmen nicht?
Aus meiner Sicht, ist der Rahmen die Seele des Fahrrades. Meine Kundschaft genießt diesen ruhigen und gelassenen Eindruck meines Rahmendesigns.

Spitzenrahmen bieten heute eine Tretlagersteifigkeit von bis 130 Nm/Grad bei einem Gewicht von 1000 Gramm und weniger? Wie beurteilen Sie das?
Für Spitzenfahrer auf Weltklasse-Niveau mag dies gut sein, denn Sie leisten bei 70 Kilogramm Körpergewicht teilweise 380 Watt und mehr bei einstündigen Belastungen. Für Freizeit- und Amateursportlern sieht dies aber ganz anders aus. Bei diesen Athleten bewegt sich die Wattkurve bei ca. 220 bis 320 Watt, was im Mittel etwa 40 Prozent weniger ist. Daher sehe ich keinen Bedarf meine Tretlagersteifigkeitswerte noch höher anzusetzen. Gerade auch mit dem Bewusstsein, dass der Mensch, mit hunderten von Muskeln und Sehnen, Kräfte nicht wie eine Labortestmaschine abliefert, sondern dynamisch arbeitet, steht für mich die Optimierung der Faktoren Rahmengeometrie, Sitzposition, Ausrüstung und technisches Fahrverständnis im Vordergrund.

Wie hoch sind die Steifigkeitswerte Ihrer Rahmen konkret?
Sie bieten 90 Nm/Grad im Tretlager und 100 Nm/Grad im Steuerrohr.

Sie sind gleichzeitig Generalimporteur zahlreicher Marken in der Schweiz. Haben Sie neben dieser Tätigkeit noch ausreichend Zeit Räder zu entwickeln?
Ich entwickle meine Fahrräder im s.g. „Rolling Change“ Verfahren, d.h. meine Agenten in Taiwan verfeinern und verbessern die Rahmen mit jeder Produktion. So halte ich mein Produkt zeitlos und biete dem Kunden immer die neuesten und besten Updates, unabhängig von saisonalen Abläufen. Hiermit sorge ich für ein stabiles Preisfundament und eine sehr gute Verfügbarkeit. Die Forschungs- und Entwicklungsdaten generiere ich zusammen mit meinem 25-köpfigen Triathlonteam im Feldtestverfahren.

Sind Ihre Fahrradrahmen auch aerodynamisch optimiert?
Die Windangriffsfläche eines Radfahrers beträgt circa 2 Quadratmeter und ist um ein Vielfaches größer als das Pendant des Rades. Daher sind für mich Rahmengeometrie und Körperhaltung die wichtigsten Grundelemente. Zudem gilt, dass ein dünnes flaches Rohr nicht zwangsläufig aerodynamischer sein muss, als ein rundes Rohrprofil, da neben der Angriffs- auch die Abrissaerodynamik eine Rolle spielt. Derzeit kümmert sich die Radindustrie zu 100 Prozent um die Frage: „Wie komme ich aerodynamisch gut durch den Wind?“ Gleichzeitig werden die entstehenden und leistungsmindernden Luftwirbel der Abrissaerodynamik kaum betrachtet. Diese entstehen hinter der Kombination aus Fahrer und Rad und haben eine bremsende Wirkung. Hier gilt es nun das Optimum zu finden. Man muss sich das wie in der Formel 1 vorstellen, wo ein perfektes Zusammenspiel aus Endgeschwindigkeit und Abtrieb gesucht wird. Ich arbeite daher mit den Athleten meines Triathlon Teams im Feldtest und besuche viele Triathlonveranstaltungen, um Daten über Geometrien, Sitzwinkel und Sitzpositionen zu sammeln. Diese Eindrücke und Ergebnisse lasse ich dann fortlaufend in meine Radentwicklung einfließen.





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